Nach den ersten Wochen bieten die Tabellen im Tischtennis-Bezirk Unterfranken West ein ziemlich diffuses Bild: So haben die insgesamt 11 Mannschaften unseres TuS Damm bisher zwischen 0 und 3 Spiele absolviert. Über alle unsere Mannschaften ergibt sich die sehr erfreuliche Bilanz von 31:17 Punkten.
In der vergangenen Woche kamen Siege der Herren I (6:4 gegen Kahl), Herren VI (8:2 gegen Schimborn V), Jugend I (7:3 in Kleinwallstadt) und Jugend III (10:0 bei TTC Kahl II) dazu. Unentschieden spielte die Herren IV (in Ringheim). Die einzige Niederlage kassierte die Jugend II (4:6 gegen Stockstadt I). Vergebens auf den Gegner wartete die Herren III am Mittwoch, denn ein Stau auf der Autobahn bremste die Mannschaft aus Rettersheim aus. Dieses Spiel wird demnächst nachgeholt.
Schlagwort: Jugend
Immer diese Doppel ….
Jeder Tischtennis-Mannschaftskampf beginnt mit den Doppeln. Traditionell waren diese leider schon immer ein Schwachpunkt bei den Tischtennisspielern von TuS Damm. Das bewahrheitete sich einmal mehr in der vergangenen Woche: Von insgesamt neun Doppelspielen wurden sage und schreibe deren acht verloren: Schlechter Start also in fast allen Spielen. ABER: In den Einzeln waren unsere Mannschaften stark genug, um die Verhältnisse wieder geradezurücken!
Die Herren II siegten mit 6:4 nach 0:2 gegen Wörth, die Herren IV mit 6:4 nach 0:2 gegen Obernau. Und auch die Herren V starteten mit einem 0:2, es reichte aber immerhin noch zum 5:5-Unentschieden. Und was die Alten können, können die Jungen schon lange! Jugend I gab in Kleinheubach ihr Doppel verloren, am Ende hieß es 5:5. Das gleiche Spiel für die Jugend III gegen Michelbach II.
Doch die Pointe der ganzen Geschichte kommt zum Schluss: Die Jugend II gewann als Einzige ihr Auftaktdoppel – und hatte am Ende als einzige Dämmer Mannschaft in der vergangenen Woche ihr Spiel verloren! Den Schluss daraus zu ziehen, dass gewonnene Doppel ein schlechtes Omen darstellen, ist freilich strengstens verboten!
Auf geht´s nach Griechenland!
Die Tischtennisabteilung von TuS Damm ist voller Stolz, in YMCA Thessaloniki einen neuen wunderbaren Partnerclub gefunden zu haben. YMCA ist nicht nur ein großer Sportverein mit 17 Abteilungen, sondern engagiert sich auch stark in Bildung und Sozialarbeit. Bei der Betrachtung des Domizils von YMCA kommt man aus dem Staunen kaum heraus: Mitten in der zweitgrößten Stadt Griechenlands, wenige Meter vom Weißen Turm, dem Wahrzeichen Thessalonikis entfernt, besitzt YMCA riesige Gebäude, Trainingszentrum, Sport- und Schwimmhallen. Traumhafte Bedingungen für Sportler!
Zum ersten Besuch brachen wir Dämmer – 18 junge Tischtennisspieler mit Betreuern – am 26. August zum Flughafen Hahn auf. Die Vorfreude war riesig: Die ersten drei Tage würden wir in der Großstadt Thessaloniki verbringen, dieser Artikel berichtet ausschließlich über diesen ersten Teil der Reise. Über die Tage im vereinseigenen Camp auf Chalkidiki werde ich in einem weiteren Teil berichten. Am Abend wurden wir von einer YMCA-Delegation mit Dimitris und Georgios am Flughafen Thessaloniki empfangen. Nach dem ausgiebigen Büffet im Hotel ging es direkt in Richtung des naheliegenden Meers. An der Promenade von Thessaloniki pulsiert das Leben bis tief in die Nacht: Kilometerweit präsentieren Straßenmusiker, Künstler, Imbissstände, Händler ihre Angebote. Die Wurzeln des Basketballs in ganz Griechenland liegen bei YMCA: Amerikanische Soldaten machten den Sport um 1920 herum in Thessaloniki bekannt. Anfangs wurde mangels Körben auf umgedrehte Stühle geworfen, die an einem Ständer aufgehängt waren. Die gesamte Entwicklung dieser in Griechenland heute sehr populären Sportart konnten wir am nächsten Morgen im YMCA-Basketballmuseum nachvollziehen. Danach ging es in den berühmten „Weißen Turm„. Oben angekommen hat man einen imposanten Ausblick über die Stadt und die Meeresbucht. Im Inneren finden sich zahlreiche Exponate aus der jüngeren Geschichte Thessaliens. Nach einem gemeinsamen Restaurantbesuch folgte gleich das nächste Highlight: Eine Ausfahrt mit dem Piratenschiff durch die Bucht von Thessaloniki.
Tischtennisspieler wollen natürlich Tischtennisspielen: Unsere Gastgeber luden uns zu einer gemeinsamen Trainingseinheit unter Anleitung des griechischen Jugend-Nationaltrainers ein. Die griechischen Mädels und Jungs haben durchwegs ein hervorragendes Niveau, sie trainieren mit einer Hingabe, an der sich mancher von uns eine Scheibe abschneiden könnte. Dort haben wir auch den langjährigen Spieler Digran Bozohlanjan vom TSV Milbertshofen/SV Weißblau Allianz München getroffen, der auch bei Dynami Larissa erfolgreich gespielt hat und nun in Leptokarya nähe Thessaloniki sein Rentenalter verbringt.
Inmitten des Trubels der Großstadt ist das archäologische Museum mit seinen unfassbar reichen Schätzen aus der Antike eine Oase der Ruhe. Überstrahlt wurden all die Eindrücke aber von der unglaublichen Gastfreundschaft und Herzlichkeit unserer neuen griechischen Freunde: Jeder Wunsch wurde uns förmlich von den Augen abgelesen. Nach drei erlebnisreichen Tagen in der heißen Großstadt hätte es so mancher auch noch länger dort ausgehalten, die meisten waren aber schon auf das Camp am Meer gespannt wie ein Flitzebogen. Davon erzähle ich dann beim nächsten Mal. Albrecht Baume



